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Meinungen Ulrich Metschies zu Aktien
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08:00 27.08.2018
Von Ulrich Metschies
Ulrich Metschies kommentiert.  Quelle: Ulf Dahl
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Kiel

Wenn eine Bank eine Studie veröffentlicht, die besagt, dass noch immer viel zu wenig Menschen in Deutschland Aktien haben, dann ist natürlich Vorsicht geboten. Auch die Comdirect hat ein Interesse daran, mehr Kunden zu gewinnen, die Wertpapiere kaufen und so die Gebühreneinnahmen der Bank steigern. 

Es ist fatal, dass nach wie vor nur ein Bruchteil der Deutschen Teile ihres Geldes in Aktien oder Aktienfonds anlegt. Denn solange die breite Masse ihr mühsam Erspartes von Null-Zinsen auf dem „Spar“-Buch zerfressen lässt, wird die soziale Spaltung weiter voranschreiten. Natürlich: Wer Aktien kauft, sich also am Produktivvermögen einer Volkswirtschaft beteiligt, der geht auch Risiken ein. Diese vernünftig zu streuen, ist kein Hexenwerk und längst auch kein Privileg der Reichen mehr. Das kann jeder, der in der Lage ist, am Monatsende zumindest ein paar Euro zur Seite zu legen.

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Zocker können sich an der Börse eine blutige Nase holen, vernünftige und langfristig orientierte Anleger hingegen kaum. Wer zum Beispiel vor 30 Jahren, zum Start des deutschen Börsenbarometers, 5000 Euro in Dax-Werte investiert hätte, könnte heute mehr als 50000 Euro verprassen – trotz mehrfacher Börsenzusammenbrüche. Es sind schlichte Rechnungen wie diese, die vor allem dort bekannter werden sollten, wo man Aktionäre und Fondsbesitzer noch immer mit der Lupe suchen muss. Zum Beispiel in Kiel.

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