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Meinungen Ulrich Metschies zum Boeing-Flugverbot
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22:44 12.03.2019
Von Ulrich Metschies
Ulrich Metschies ist Wirtschaftsredakteur der Kieler Nachrichten Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Es bestehe kein Grund, den Jet am Boden zu lassen. So sieht sie aus, menschenverachtende Rücksichtnahme auf Wirtschaftsinteressen.Dass Boeing seinem Umsatz-Bringer nun ein Software-Update spendieren will, macht den Irrsinn komplett. Einen Diesel zu fahren, während man aufs Update wartet, mag ja noch angehen. Aber ein Flugzeug fliegen zu lassen, in der Hoffnung, dass der Bordcomputer nicht schon wieder einen tödlichen Fehler macht – dass ist Russisches Roulette auf amerikanisch.

Sicherheit muss an erster Stelle stehen

Gut, dass der deutsche Verkehrsminister mit Boeing nicht so lässig umgeht wie mit der heimischen Auto-Industrie. Den hiesigen Luftraum solange für den Risiko-Jet zu sperren, bis die Ursache für die Abstürze gefunden und auch behoben wurde, das ist absolut zwingend. America first? Safety first! So denkt auch eine wachsende Zahl von Politikern in Washington. Mit jedem Tag, den die Ursachenforschung andauert, wächst der Druck auf die FAA, dem neuen Jet die Flugtauglichkeit abzusprechen.

Mag sein, dass die Sperrung des kompletten europäischen Luftraumes dem Airbus-Widersacher massiv schadet. Doch noch weitaus schmerzlicher wäre es, würde eine weitere 737 Max 8 abstürzen, während die IT-Experten von Boeing noch über dem Software-Update grübeln.

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