Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Meinungen Ulrich Metschies zum HSH-Verkauf
Mehr Meinungen Ulrich Metschies zum HSH-Verkauf
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:51 19.02.2018
Von Ulrich Metschies

Im Gegenteil: Sobald die Fakten auf dem Tisch liegen, dürfte die politische Diskussion um die milliardenteuren Rettungsaktionen in Kiel und Hamburg noch einmal richtig Fahrt aufnehmen.

Denn so wie es jetzt aussieht, wird dieser Verkauf einmal mehr die bittere Erfahrung bestätigen, die wir mit unserer Wirtschaftsordnung so oft machen müssen: Gewinne werden privatisiert, Verluste muss das Gemeinwesen tragen. Stimmt: Mit einer runden Milliarde werden die Noch-Eigentümer deutlich mehr für ihre Bank bekommen als zunächst erwartet. Dennoch dürfen die beiden Finanzinvestoren Cerberus und Flowers sich über ein Schnäppchen freuen. Denn für ihre Milliarde erhalten sie eine blitzblank polierte und im Kerngeschäft gewinnstarke Bank mit einem Eigenkapital von rund 4,5 Milliarden Euro. Und für den Ausgleich der übernommenen Altlasten gibt es statt der ungeliebten Ländergarantie einige Milliarden an Cash dazu.

Natürlich ist der eigentliche Schaden für den Steuerzahler vor Jahren bereits eingetreten. Die Rechnung jetzt auf einen Schlag zu begleichen, schmerzt dennoch. Und es wird noch einmal wehtun zu sehen, wie die künftigen Eigner Kasse machen, wenn sie die Bank nach einem personellen Kahlschlag in wenigen Jahren wieder verkaufen.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Wer ein Auto mit Dieselmotor fährt, hat es nicht leicht. Der Ruf des Selbstzünders ist nach dem Abgasskandal angekratzt. Enthüllungen um Tests mit Affen und Menschen, die zuletzt die Schlagzeilen bestimmten, machten das nicht besser.

Anne Holbach 19.02.2018

Es mehren sich die Ausfälle in der Flotte. Die Schiffe und Boote überaltern zusehends, Werftzeiten ufern längst nicht nur bei der „Gorch Fock“ aus

Frank Behling 19.02.2018

Spätestens wenn die ersten Entwürfe auf dem Tisch liegen, wird der Streit um die hübscheste Variante beginnen. So muss es auch sein, weil bei städtebaulichen Entscheidungen schnell Geschmacksfragen ins Spiel kommen.

Kristian Blasel 16.02.2018