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Meinungen Ulrich Metschies zum Papiermüll
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07:03 12.01.2019
Von Ulrich Metschies
Ulrich Metschies ist Wirtschaftsredakteur bei den Kieler Nachrichten. Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Wenn es die eigenen sind – okay. Doch wer hüpfen muss, weil andere zu faul sind, ihre Kartons zu zerkleinern, der darf ihn spüren: den gerechten Zorn auf den Amazon-Junkie von Nebenan.

Überquellende Papiertonnen – sie sind eine ärgerliche Folge des boomenden Versandhandels. Dass jedoch der steigende Anteil von Kartonverpackungen die Kostenkalkulation in der Zusammenarbeit kommunaler und privater Entsorger durcheinanderbringt, dürfte die meisten Haushalte nur am Rande interessieren.

Selbst wenn die Kosten entsprechend der veränderten Müllzusammensetzung in der Blauen Tonne neu kalkuliert werden: Das Potenzial für eine Reduzierung der Gebühren geht gegen Null. Denn angepasst werden müsste ja nicht nur die Kostenaufteilung, sondern auch die Aufteilung der Erlöse.

Und mehr Papierverpackungen bedeuten mehr Einnahmen für die dafür zuständige private Entsorgungswirtschaft. Das Geld, das ihnen zufließt, steht nicht mehr zur Verfügung, um die Gebührenzahler zu entlasten.

Es stimmt: Gegenwärtig zahlen wir für einen Teil der Papier-Verpackungen doppelt – über den Produktpreis und die Müllgebühren. Daraus jedoch große Nachteile für die Gebührenzahler abzuleiten, wie der Verband kommunaler Unternehmen es tut, ist doch eher eine These für die Tonne.

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