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Meinungen Ulrich Metschies zur Daten-Abzocke
Mehr Meinungen Ulrich Metschies zur Daten-Abzocke
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10:00 10.10.2018
Von Ulrich Metschies
Foto: Ulrich Metschies
Ulrich Metschies ist Wirtschaftsredakteur der Kieler Nachrichten Quelle: Ulf Dahl
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Kiel

Kein Wunder: Viele Fragen der Umsetzung sind noch nicht geklärt, und im Kern muss auch der Handwerker um die Ecke die gleichen Auflagen und Dokumentationspflichten erfüllen wie die Datensauger Facebook, Amazon und Google.

Da ist es fast erstaunlich, dass Betrüger erst jetzt in großem Stil versuchen, aus dem komplexen Regelwerk Kapital zu schlagen. Auch wenn viele Unternehmen die Fax-Masche der obskuren „Datenschutzauskunfts-Zentrale“ schnell durchschaut haben, muss man vermuten, dass nicht wenige Firmen-Chefs und Freiberufler den Pseudo-Behördenschrieb im Alltagsstress ausgefüllt und zurückgefaxt haben. Zudem ist zu befürchten, dass sich nicht nur die hiesigen Unternehmen an das Regelmonster DSGVO gewöhnen müssen, sondern dass auch Kriminelle noch eine Weile brauchen, bis sie das ganze Abzock-Potenzial der neuen Datenschutz-Regeln für sich erkannt haben. Alle Beteiligten müssen sich also darauf einstellen, dass da noch Böses kommt – und zwar durchaus weniger plump als die Fax-Masche einer maltesischen Scheinfirma.

Doch ganz unabhängig von Betrügereien lautet eine Erkenntnis: Eine personell überlastete Aufsichtsbehörde ist keine gute Basis für einen besseren Schutz sensibler Daten.

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