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Meinungen Ulrich Metschies zur HSH-Nordbank
Mehr Meinungen Ulrich Metschies zur HSH-Nordbank
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22:02 11.12.2018
Von Ulrich Metschies
Ulrich Metschies ist Wirtschaftsredakteur bei den Kieler Nachrichten. Quelle: Ulf Dahl
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Kiel

Rechnet man die gut 100 IT-Spezialisten hinzu, die am Standort bleiben, aber den Arbeitgeber wechseln müssen, bedeutet das immer noch: Die HSH in Kiel wird innerhalb von zwei Jahren – möglicherweise auch deutlich früher – von ihren neuen Eigentümern personell auf weniger als die Hälfte gestutzt. Verblasst ist die Erinnerung an Zeiten, in denen eine LB Kiel mehr als 2000 Beschäftigte hatte. Vom Finanzhaus mit globalem Marktauftritt zur Außenstelle einer Hamburg Commercial Bank – was für ein trauriger Niedergang.

Doch der Scherbenhaufen ist da, die Vernichtung von Landesvermögen in Milliardenhöhe nicht mehr gutzumachen. Hätte sich die Landesregierung stärker einsetzen können, um einen Kahlschlag in Kiel zu verhindern? Sicher – doch viel gebracht hätte es nichts. Und: Jede Zusage zum Erhalt von Jobs hätten sich die Käufer fürstlich bezahlen lassen. 

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Nun gilt es, das Beste aus dem Desaster zu machen. Gemeinsam wollen Stadt und Betriebsrat einen regionalen Personalpool einrichten, um Ex-HSH-Mitarbeiter an andere Unternehmen zu vermitteln – ein guter Plan. Ein guter Plan wäre es auch, den neuen Eigentümern auf die Finger zu sehen, um gewappnet zu sein, falls Cerberus und Co. Kiel nach einer Schamfrist komplett dichtmachen wollen. Zuzutrauen wäre es ihnen. 

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