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Meinungen Andrea Seliger zum Ostseepark
Mehr Meinungen Andrea Seliger zum Ostseepark
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19:49 16.05.2017
Von Andrea Seliger

Denn es muss wohnortnahe Geschäfte geben, damit sich auch jene, die nicht (mehr) Auto fahren können, versorgen können, und diese Geschäfte müssen sich wirtschaftlich tragen können. Dass die Landesplanung den Ostseepark mit 90000 Quadratmetern Verkaufsfläche begrenzen will, ist legitim.

Dem Phänomen Ostseepark ist aber weder mit Theorie noch mit Wunschdenken beizukommen. Er existiert. Rund 4000 Menschen arbeiten dort. Ein Mehrfaches davon kauft dort ein. Firmen haben dort ihren Platz gefunden, die in Kiel keinen fanden. Für Kunden wie Unternehmen ist es egal, auf welcher Seite der Kieler Stadtgrenze sie sich befinden. Das böse Wort vom „Austrocknen des Ostseeparks“, wie es vor Gericht fiel, ignoriert, dass sich hier eine Struktur entwickelt hat, die Bedürfnisse erfüllt und die vermutlich niemand kritisieren würde, läge sie zwei Kilometer weiter westlich.

Es ist sinnvoll, wenn die Nachbarn nun an einem Strang ziehen. Dass Schwentinental auf eine Fortführung des Rechtsstreits verzichtet, ist ein gutes Signal. Die anderen Kommunen sollten aber anerkennen, dass es hier um eine schwierige Kombination aus privaten und öffentlichen Interessen geht: Nur ein gut gehender Betrieb beschäftigt Personal – auch aus dem Umland – und zahlt Steuern. Leerstand durch unerfüllbare Auflagen nützt niemandem.

Torsten Albigs Rückzug aus der Landespolitik ist folgerichtig. Als Ministerpräsident wurde der SPD-Politiker vor neun Tagen abgewählt. Und bereits kurz danach war klar, dass Albig der letzten Machtoption seiner Partei im Weg stand.

Ulf Billmayer-Christen 16.05.2017

Die SPD ist im Kern eine moralische Partei. Das erklärt den wachsenden Frust über Landes- und Fraktionschef Ralf Stegner. Der Machtmensch hat es wirklich fertig gebracht, die herbe Niederlage bei der Landtagswahl in nicht einmal 40 Stunden in einen halben Sieg umzudeuten und für die SPD einen Regierungsanspruch anzumelden.

Ulf Billmayer-Christen 16.05.2017

Das darf man wohl einen Kahlschlag nennen: Mit der Schließung jeder zweiten ihrer 32 Geschäftsstellen gibt die Sparkasse Westholstein ein neues Tempo vor beim Ausdünnen des Zweigstellennetzes in Schleswig-Holstein. Dass die öffentlich-rechtlichen Institute genauso wie die genossenschaftliche Konkurrenz der Volks- und Raiffeisenbanken Abstriche machen bei der Präsenz in der Fläche, das ist kein neues Phänomen. Doch diese Rasanz schon.

Ulrich Metschies 15.05.2017