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Meinungen Anne Gramm zu Kinderarmut
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21:45 22.08.2018
Von Anne Voigt
Anne Gramm. Quelle: Ulf Dahl
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Kiel

Die Nachrichten eines einzigen Tages summieren sich zu einer massiven Anklage gegen uns Erwachsene. Und trotzdem steht zu befürchten, dass wir nach kurzem Aufschrecken zur Tagesordnung übergehen.

Viel Ich. Wenig Du. Die Gräben in der Gesellschaft sind tiefer geworden, sie zeigen sich in Städten und Dörfern, auf dem Arbeitsmarkt, in der Freizeit, zwischen den Generationen. Erwachsene mögen das bedauern, sind aber vielfach in der Lage, Strategien dagegen zu entwickeln. Kinder und Jugendliche dagegen sind in einem solchen Kosmos verloren. Wie sollen sie stark fürs Leben werden, wenn ihnen der Schutz und die helfende Hand schon bei den ersten Schritten fehlt?

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Man mag der Meinung sein, dass all das die Aufgabe der Eltern sei, und natürlich sind sie auch zuallererst gefragt. Wir alle müssen aber zur Kenntnis nehmen, dass viele von ihnen der Fürsorge für ihre Kinder nicht gerecht werden können und/oder wollen. Und dass, wenn alle immer nur zusehen, wir Menschen in einer entscheidenden Lebensphase die Hilfe verweigern.

Alev Doğan 22.08.2018
Florian Hanauer 22.08.2018
Christian Hiersemenzel 21.08.2018