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Meinungen Anne Holbach zu Maklerprovisionen
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09:00 26.02.2019
Von Anne Holbach
Wirtschaftsredakteurin Anne Holbach Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Sie sollen Milliarden sparen, wenn künftig nur noch die Verkäufer die Maklerprovision zahlen müssen. Schließlich ist es unfair, wenn in den Stadtstaaten und in Ländern wie Hessen und Brandenburg bislang allein die Käufer für den Vermittler blechen. Schleswig-Holstein ist da glücklicherweise weiter, hier wird die Provision in der Regel geteilt.

Aber Barleys Plan muss erst mal aufgehen. Denn der Vorstoß löst das eigentliche Problem auf dem Markt nicht: Wo das mangelnde Angebot an Immobilien die Preise in astronomische Höhen treibt, werden die Häuser nun nicht plötzlich erschwinglicher werden. Und rein gar nichts würde sich daran ändern, dass Käufer in gefragten Lagen wenig Verhandlungsmacht haben.

Geholfen ist damit keinem

Wer das Meiste zahlt, bekommt da den Zuschlag. Für Verkäufer dürfte es ein Einfaches sein, die Courtage gleich einzurechnen, wenn sie festlegen, wie viel sie für ihr Haus verlangen. Die ohnehin hohen Preise könnten weiter steigen und die Maklerkosten doch am Käufer hängen bleiben. Geholfen ist damit keinem.

Bewahrheitet sich dieses Szenario, dann zahlt der Käufer nicht nur die Courtage mit, sondern auch Grunderwerbsteuer auf den höheren Kaufpreis. Das freut die Bundesländer, weil es ihnen Geld in die Kassen spült. Wenn es der Politik ernsthaft darum geht, Käufer zu entlasten, muss sie auch die Grunderwerbsteuer ins Visier nehmen.

Heimlich, still und leise ist in den Großstädten und auf den Inseln ein paralleler Wohnungsmarkt entstanden. 6800 private Unterkünfte meldet Airbnb derzeit in Schleswig-Holstein. Ursprünglich steckte hinter der Idee ein junges, frisches Konzept:

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