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Meinungen B. Modrow: Es mangelt an Wertschätzung
Mehr Meinungen B. Modrow: Es mangelt an Wertschätzung
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20:03 17.02.2020
Von Bastian Modrow
Lokführer werden auch in Schleswig-Holstein dringend gesucht. Bastian Modrow kommentiert. Quelle: Ulf Dahl/Jan Woitas/zb/dpa

Der Fachkräftemangel schlägt auch bei der Bahn voll durch. Anders als in vielen anderen Branchen trägt der Konzern allerdings ein entscheidendes Stück Mitschuld an der Misere, kein Personal für freie Stellen zu finden. Und das könnte für die Bahn noch zu einem gravierenden Problem werden.

Eine Milliarde Passagiere will das Transportunternehmen 2030 befördern, was nahezu einer Verdopplung der gegenwärtigen Fahrgastzahlen entspricht. Nur: Selbst wenn es dem Konzern gelingen sollte, die bundesweit anfällige Infrastruktur instand zu setzen und ausreichend Fahrzeuge zu beschaffen, die verlässlicher als die heutige Flotte rollen, bleibt das Personal Dreh- und Angelpunkt des Konzepts. Händeringend sucht der Konzern vor allem nach neuen Lokführern. Der Erfolg hält sich allerdings in Grenzen: Die Zahl der Bewerber ist und bleibt gering. Zu gering, um das ambitionierte Ziel erreichen zu können.

Bahn braucht eine Image- und Qualitätsoffensive 

Dass die Bezahlung nicht das alleinige Negativkriterium sein kann, sich für die Bahn als Arbeitgeber zu entscheiden, zeigt die letzte Tarifrunde. Sie hat den Lokführern ein deutliches finanzielles Plus beschert. Nein, das Kernproblem ist das miese Image der Bahn. Es mangelt an der Wertschätzung für Lokführer und Zugpersonal – sie trifft der Frust der Passagiere am schnellsten, wenn ein Zug zum Beispiel verspätet fährt. Hier muss der Konzern eine nachhaltige und glaubwürdige Image- und Qualitätsoffensive initiieren. Moderne Züge nutzen nämlich nichts, wenn man niemanden hat, der sie steuern kann.

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