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Meinungen Bastian Modrow zur aktuellen Kriminalitätsstatistik
Mehr Meinungen Bastian Modrow zur aktuellen Kriminalitätsstatistik
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08:18 20.07.2015
Von Bastian Modrow

Kein anderes Delikt hat einen derart hohen Einfluss auf das subjektive Sicherheitsgefühl. Jeder auch nur versuchte Einbruch trifft die Opfer als Eingriff in die Intimsphäre. Das Zuhause ist heilig, ein persönlicher Ort. Kann die Polizei Angriffe auf Haus und Wohnung trotz spezieller Ermittlungsprogramme nicht verhindern und nur in den seltensten Fällen aufklären, dann ist das wahrlich kein Grund zum Feiern.

Abzuwarten bleibt, wie sich die Einbruchszahlen im zweiten Halbjahr entwickeln. Möglicherweise spielen der Polizei die Großbaustellen auf den Autobahnen 7 und 24 in die Karten. Die Staugefahr auf den Fluchtrouten könnte überregionale Banden ebenso abschrecken wie die geplanten Blitzer auf der Rader Hochbrücke. Aber dauerhaft werden sich so keine Einbrecher fernhalten lassen. Deshalb muss kurzfristig nach neuen Ansätzen für Prävention gesucht und an bestehenden Konzepten gefeilt werden. Ohne zusätzliches Personal wird das nicht funktionieren, soll die Strafverfolgung bei anderen Delikten nicht leiden.

Frank-Walter Steinmeier zeigt sich als guter Wettkämpfer. Unmittelbar vor der Eröffnung der ersten US-Botschaft in Havanna stiehlt der deutsche Außenminister den Amerikanern – zumindest ein bisschen – die Show. Berlin und Washington hoffen gleichermaßen auf gute Startbedingungen beim einstigen Moskauer Vasallen. Jetzt heißt es: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.

17.07.2015

Die Lage der HSH Nordbank bleibt angespannt; die Verhandlungen mit der EU-Kommission über die künftige Ausrichtung und Struktur der Bank ziehen sich hin. Eine Lösung sollte eigentlich bis zum Sommer gefunden sein. Doch nun wird es wohl mindestens bis zum Herbst dauern. Das ist nicht ganz überraschend. Denn die Probleme sind mehr als komplex.

Jörn Genoux 17.07.2015

Eine Heimaufsicht, die nicht funktioniert hat. Jugendämter, die viel zu weit weg vom Ort des Geschehens waren. Eine neue Heimverordnung, die nie erlassen worden ist. Ein Landesjugendhilfeausschuss, der über die Qualität der Pädagogik schlichtweg nicht diskutiert hat. Ein Sozialministerium, in dessen Verästelungen offenbar ganze Referate ein Eigenleben geführt haben. Der gesamte Komplex „Kinder- und Jugendheim“ ist für das Land ein einziges Armutszeugnis.

Patrick Tiede 17.07.2015