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Meinungen Stade: "Am Ende zahlen doch die Eltern"
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06:58 01.02.2020
Von Bodo Stade
Bodo Stade kommentiert. Quelle: Ulf Dahl/dpa
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Stade

Wie hatten unsere Bildungspolitiker im vergangenen Jahr das Digitalpaket des Bundes gefeiert. Gut 140 Millionen Euro für digitalen Unterricht in Schleswig-Holstein. Das klang fast schon nach Zukunft. Die Richtung stimmte. Unsere Schüler müssen schließlich jetzt auf das neue Arbeiten und Lernen in einer neuen Welt vorbereitet werden. Und das bitte nicht nur, indem sie am Smartphone Filmchen gucken oder Smileys verschicken.

Insofern hat die Gemeinschaftsschule in Plön – fast – alles richtig gemacht. Sie hat ein Konzept für digitalen Unterricht erarbeitet, der seinen Namen auch verdient. Gescheitert ist sie vorerst mit dem Versuch, den Eltern dafür einen ordentlichen Teil der Kosten aufzubrummen. Um wirklich alle Väter und Mütter dafür zu begeistern, ein 500-Euro-Tablet zu kaufen, müssen wohl noch ein paar mehr Gespräche geführt werden.

Lernmittelfreiheit ist nicht digital

Allein der Schule die Schuld zu geben, wäre allerdings unfair. Vergessen würde man dabei, dass es an jeder Schule einen mehr oder weniger starken Druck gibt, Kinder mit Laptop oder Tablet auszustatten – weil Präsentationen oder Internetrecherchen sonst gar nicht möglich wären.

Trotz der hochgelobten Autonomie der Schulen wäre es deshalb hilfreich, wenn das Bildungsministerium mal eine Linie vorgeben würde, gern mit einem klaren Kostenrahmen für Eltern, der nicht überschritten werden darf. Vermutlich wird das aber nicht kommen. Das Ministerium müsste dann ja auch bekennen, dass die Lernmittelfreiheit nicht digital ist. Auf Tablets vom Land können die Schüler lange warten.

Weitere Kommentare finden Sie hier.

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