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Meinungen C. Hiersemenzel zu Souvenirpflanzen
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07:10 11.07.2019
Von Christian Hiersemenzel
Landeshaus-Korrespondent Christian Hiersemenzel Quelle: Ulf Dahl
Kiel

So schön üppige Rosmarinsträucher in der Toskana wuchern, so intensiv der Lavendel in Südfrankreich duftet und so wunderbar die Mandelbäume auf Mallorca blühen: In den Ablegern, die den Traum vom Süden in nordische Gefilde bringen sollen, stecken unter Umständen gefährliche Krankheitserreger. Und die könnten für den kommerziellen Gartenhandel der Region zum existenziellen Problem werden.

Das Problem wird unterschätzt

Bislang hat die Landespolitik das Problem weitgehend unterschätzt. Umso wichtiger wäre es, dass Umweltminister Jan Philipp Albrecht (Grüne) die Bürger auf die Gefahren aufmerksam macht, die von Erregern wie dem Feuerbakterium ausgehen. Zwangsweise Schließungen hätten für die Baumschulen im Land schwere Konsequenzen – nicht nur im Kreis Pinneberg. Die Branche würde von einer Zwangsschließung in Quarantäne-Zonen ähnlich übel betroffen sein wie Mastbetriebe im Fall eines Auftretens der Afrikanischen Schweinepest (ASP). 

Niemand will gefährliche Käfer im Garten

Der Vergleich liegt auch deshalb nahe, weil die Erreger über den Menschen eingeschleppt werden können: Bei der ASP über Wurstbrote, die achtlos auf Rastplätzen weggeworfen und von Wildschweinen gefressen werden – beim Feuerbakterium über Pflanzen, die mit dem Reisegepäck importiert werden. Auch gefährliche Käfer könnten mit dabei sein. Und die möchte nun wirklich niemand im Garten haben.

Die Tragödie spielt sich meist im Verborgenen ab: Alte Menschen, die ihre Wohnkosten nicht mehr bezahlen können, geraten in einen Abwärtsstrudel. Ihre Einkünfte können sie nicht mehr vermehren, Kredite bekommen sie ohnehin nicht mehr, und viele haben keinen Angehörigen, die sie stützen können.

Heike Stüben 10.07.2019

Das Thema dürfte Wellen schlagen: Der Wege-Zweckverband (WZV) als großer Müllentsorger im Kreis Segeberg will nicht weiter Schwarztonnen leeren, für die Kunden nicht bezahlt haben. Der WZV hat recht, denn diese zusätzliche Leistung müssen ungefragt bislang die ehrlichen Gebührenzahler mitbezahlen.

Gerrit Sponholz 10.07.2019

Die Deutsche Bahn kann einem beinahe leidtun. Ganz gleich, was sie tut (oder eben auch nicht): Sie steht sofort in der Kritik ihrer Kunden, wenn Züge nicht rollen, Toiletten defekt sind oder die Fahrt wegen Bauarbeiten auf halber Strecke endet und es im Bus weitergeht. Die Empörung ist berechtigt.

Bastian Modrow 10.07.2019