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Meinungen Christian Hiersemenzel zum Atom-Endlager
Mehr Meinungen Christian Hiersemenzel zum Atom-Endlager
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10:00 25.04.2019
Von Christian Hiersemenzel
Landeshaus-Korrespondent Christian Hiersemenzel Quelle: Ulf Dahl
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Kiel

Dass es nicht um eine Frage von Jahrzehnten oder Jahrhunderten, sondern von Jahrtausenden geht, entlarvt den ganzen Irrsinn dieser einst so gepriesenen, weil angeblich sauberen Technologie.

Ein AKW löst sich nicht in Luft aus

Welche Panik es bei den Menschen auslöst, wenn sich in ihrer Nachbarschaft ein potenzieller Standort herauskristallisiert, lässt sich an der vergleichsweise harmlosen Debatte um (angeblich) strahlungsfreien Schutt erkennen. Wer garantiert ihnen, dass am Ende nicht doch Schädliches ins Grundwasser sickert? Andererseits löst sich ein solches Kernkraftwerk nicht einfach in Luft auf. Umweltminister Jan Philipp Albrecht (Grüne) agiert ganz in der Tradition seines Vorgängers Robert Habeck, wenn er fordert, dass sich die Politik im Jahr 2019 nicht wegducken darf, wenn es um die Standortwahl geht.

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Das Problem geht jeden an

Am bequemsten wäre es ja, den Müll an einen weit entfernten Ort zu verfrachten. Funktioniert bloß beim Plastik leider auch nicht. Früher oder später landet das Problem über den Wasserkreislauf wieder bei uns. Wie einfach es sich mancher Politiker macht, lässt sich in Bayern erkennen. Dort hatten CSU und Freie Wähler per Koalitionsvertrag verordnet, dass der Freistaat als Standort nicht geeignet sei. Als wäre das so einfach. Hoffen ist dagegen erlaubt: Möge der Schrott nicht bei uns im Norden landen.

Christian Longardt 25.04.2019
Silke Rönnau 24.04.2019