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Meinungen C. Hiersemenzel zur Windkraft im Norden
Mehr Meinungen C. Hiersemenzel zur Windkraft im Norden
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10:00 26.04.2019
Von Christian Hiersemenzel
Landeshaus-Korrespondent Christian Hiersemenzel Quelle: Ulf Dahl
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Kiel

Denn Voß verwies auf den Koalitionsvertrag und darauf, dass man es in Schleswig-Holstein bis zum Jahr 2025 durch Ausbau von Windkraftanlagen auf zehn Gigawatt bringen wolle. Derzeit aber hänge man bei 6,5 Gigawatt. „Der Zubau ist fast zum Erliegen gekommen.“

Eine junge Branche im Umbruch

Die Windbranche steht vor erheblichen Herausforderungen. Dort, wo einst Bürgerbeteiligungsgesellschaften dafür sorgten, dass viele Anwohner vom Gewinn profitierten, klopfen längst die Stromriesen an. Hinzu kommt in den nächsten Jahren ein Generationswechsel. Wer 2005 viel Geld investiert hat, macht sich Gedanken, ob sich der Betrieb für seine Kinder noch rentiert, wenn die Anlagen doch nach 20 Jahren aus der gesetzlichen EEG-Förderung herausfallen. Das Geld könnte man auch anderswo anlegen.

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Der Ärger ist berechtigt

SPD und SSW treffen mit ihrer Kritik leider ins Schwarze. Die Landesregierung hat es sträflich versäumt, den Windmüllern im Norden klare Perspektiven zu eröffnen. CDU und FDP haben ihren Wählern zu viel versprochen. Warum aber machen die Grünen diese nervige Hängepartie mit? Die Antwort ist einfach: In den nächsten Jahren ist ihre einzige Machtoption voraussichtlich eine Zusammenarbeit mit der CDU. Die zerschießt man sich nicht ohne Weiteres.

Christian Hiersemenzel 25.04.2019
Christian Longardt 25.04.2019