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Meinungen Christian Hiersemenzel zur Windkraft
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21:21 21.08.2018
Von Christian Hiersemenzel
Christian Hiersemenzel. Quelle: Ulf Dahl
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Kiel

 Wenn Politik die Wahl hat, ob sie den Greifvogel oder doch lieber den Menschen schützen will, sollte die Entscheidung klar sein: natürlich den Menschen!

Ministerpräsident Daniel Günther hätte es besser wissen müssen, als er den Wählern 1200 Meter Mindestabstand versprach: Der Norden hat ein Flächenproblem. Der Platz ist sogar so knapp, dass selbst die bereits abgeschmolzene 1000-Meter-Abstandsregelung zu festen Wohnsiedlungen nicht ohne Weiteres durchsetzbar ist, ohne die energiepolitischen Ziele zu verraten. Annähernd zwei Prozent der Landesflächen müssen für Windkraft reserviert bleiben, um 2025 tatsächlich die Atomkraftwerke regenerativ zu ersetzen. Die Abstandsregelung gilt damit nur für neu ausgewiesene Flächen.

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Es ist also kein Wunder, dass sich die Unterstützer von „Gegenwind“ verschaukelt fühlen. Innenminister Hans-Joachim Grote wies gestern darauf hin, dass man nicht jeder Forderung nachgeben könne. Da ist etwas Wahres dran. Und zur Wahrheit gehört wohl auch, was die Grünen immer wieder predigen: dass es die Bürger etwas kosten wird, wenn sie auf Atomkraft verzichten. Zumindest darüber herrscht zum Glück noch immer breiter Konsens.

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