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Meinungen Longardt: "Habeck könnte Streit wenden"
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21:30 03.02.2020
Von Christian Longardt
Chefredakteur Christian Longardt kommentiert den Streit um die Vollverschleierung. Quelle: KN / Boris Roessler/dpa
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Kiel

Besser spät als nie. Mit der überraschend deutlichen Ablehnung der Vollverschleierung in Uni-Seminaren hat Robert Habeck der verfahrenen Debatte in seiner Partei eine neue Richtung gegeben. Dass sich Cem Özdemir ganz ähnlich einlässt, macht leise Hoffnung auf eine Wende in Kiel. Wenn die beiden Überväter so entschieden sind – erkennen die Parteifreunde im Landtag dann vielleicht doch noch ihren Irrweg? Die Jamaika-Erklärung nach dem Koalitionsausschuss deutet darauf hin, dass das letzte Wort noch nicht gesprochen ist.

Die Grünen wollen die neue Volkspartei sein, mit ihrem falschen Verständnis von Toleranz aber haben sie sich im Schleier-Streit der vergangenen Monate meilenweit vom Wahlvolk entfernt. Das bekommen die Mandatsträger allenthalben auch zu spüren – warum sie das Verhüllen des Gesichts an der Uni so vehement verteidigen, bleibt vielen Bürgern rätselhaft. Tenor des vernichtenden Feedbacks: Habt ihr sie noch alle?

Die Grünen brauchen die Mitte für Wahlsieg

Habeck trägt als Parteivorsitzender die Gesamtverantwortung. Die Schlagzeilen, die seine Kieler Freunde inzwischen bundesweit machen, können ihm nicht schmecken. Zumal in Hamburg eine wichtige Wahl bevorsteht. Und Spitzenkandidatin Katharina Fegebank kann sich eine verquere Nikab-Debatte überhaupt nicht leisten. Sie könnte in drei Wochen Erste Bürgermeisterin werden – vorausgesetzt, die Mitte der Gesellschaft fühlt sich von ihrer Partei hinreichend verstanden und vertreten.

Weitere Kommentare finden Sie hier.

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