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Meinungen Florian Hanauer zur Deutschen Bahn
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10:00 17.12.2018
Von Florian Hanauer
Florian Hanauer, Chef vom Dienst Quelle: pae
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Kiel

Dabei ist die Lage ohnehin schon kompliziert genug: Ausgerechnet während der Feiertage wird am Hamburger Hauptbahnhof so umgebaut, dass die Fernverkehrszüge in den Norden ausfallen und die Regionalzüge nur einmal stündlich verkehren. Eine weitere Streikdrohung hätte die Bahn an den Feiertagen zu einem „No Go“ in Schleswig-Holstein gemacht.

Doch bei dem Ordnungsruf aus dem Bundesverkehrsministerium, mit dem sich Verkehrs-Staatssekretär Enak Ferlemann in Szene setzte, fühlt man sich an das Gefecht erinnert, das sich Verkehrsminister Bernd Buchholz mit der Bahn liefert. Anfang Dezember verhängt Buchholz eine „Sondermaluszahlung“ von 350000 Euro gegen die Bahn, weil die Pünktlichkeitsquoten immer noch schlecht seien. Er tat dies zum zehnten Mal. Es gibt Fortschritte bei der Pünktlichkeitsquote in Schleswig-Holstein, aber diese sind klein.

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Doch insgesamt ist der Handlungsbedarf groß: Die Kapazitäten müssen erhöht werden; Prognosen zufolge wächst der Bedarf. Immerhin soll es im Januar Gespräche über ein neues Konzept geben: für pünktlichere Züge, bessere Kundeninformation, mehr Service, ein digitalisiertes Netz – alles, was Bahnkunden sich wünschen. Hoffentlich ist die eindringliche Mahnung des Bundes nicht nur symbolisch, sondern führt wirklich zu Ergebnissen.

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