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Meinungen Florian Hanauer zur Getreideernte
Mehr Meinungen Florian Hanauer zur Getreideernte
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20:28 22.08.2019
Von Florian Hanauer
Florian Hanauer, Chef vom Dienst
Florian Hanauer, Chef vom Dienst Quelle: pae
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Kiel

Doch immerhin gab es bei der Getreideernte einen Anstieg um 44 Prozent auf 2,6 Millionen Tonnen gegenüber dem Vorjahr. Gewiss, 2018 waren die Erträge wegen des heißen Sommers über alle Maßen eingebrochen. Doch ein solcher Anstieg binnen eines Jahres ist nicht überall gelungen: Um nur 8,7 Prozent legte die Getreideernte etwa in Nordrhein-Westfalen zu. Schätzungen zufolge kommt sie EU-weit auf ein Plus von nur zwölf Prozent.

Öffentlicher Druck auf die Landwirte

Dabei ist die Lage keineswegs einfach, weil das Weltmarktangebot von Weizen zum Beispiel sehr hoch ist und die Preise sinken. Unter Druck stehen die Landwirte aber auch, wenn öffentlichkeitswirksam mehr Umweltschutz auf den Feldern oder mehr Tierwohl gefordert wird oder es um das Überleben kleinerer, konventioneller Betriebe geht. Klar, wer würde da nicht nüchtern bleiben?

Aufholjagd geschafft

Zum wechselseitigen Verständnis gehört aber auch, dass die Landwirte ihrerseits alle Möglichkeiten nutzen, um in die Zukunftsfähigkeit zu investieren. Sei es, um sich auf Wetterextreme vorzubereiten, die wohl kommen werden, oder finanzielle Reserven anzulegen. In Schleswig-Holstein haben die Bauern immerhin die Aufholjagd geschafft und bringen die Mengen der Vorjahre ein. Vielleicht steht eines Tages ja doch wieder eine Rekordernte an.

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Niklas Wieczorek 22.08.2019
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