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Meinungen Frank Behling zu den Kanal-Problemen
Mehr Meinungen Frank Behling zu den Kanal-Problemen
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10:00 24.11.2018
Von Frank Behling
Schifffahrtsexperte Frank Behling Quelle: Ulf Dahl
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Kiel

Um es vorwegzunehmen: Schuld allein ist nicht der Bundesverkehrsminister. Die Schuld verteilt sich auf viele Schultern. Das Wort vom Systemversagen macht inzwischen die Runde.

Die Ausschreibung und Vergabe des Neubaus der Schleusenkammer lief ganz nach Recht und Gesetz. Alle Vorschriften und Gesetze wurden penibel erfüllt. Dennoch lief das Projekt völlig aus dem Ruder. Der Druck zur Annahme des günstigsten Angebots ist dabei ein wesentlicher Faktor bei der Fehlersuche. Die Angebote bei der EU-weiten Ausschreibung wurden im Vorwege so im Preis gedrückt, dass eigentlich keine auskömmliche Kalkulation für die Baufirmen möglich war. Es ist nur verständlich, wenn angesichts dieser gesetzlichen Rahmenbedingungen Unternehmer inzwischen einen großen Bogen um öffentliche Aufträge machen.

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Wenn die Werft TKMS in Kiel einen neuen U-Boot-Hafen baut, vergibt sie nicht an den billigsten Bieter, sondern an den Bieter mit dem besten Konzept und der besten Qualität. Bei Aufträgen der öffentlichen Hand geht es dagegen selten um gute Handwerksarbeit, sondern vor allem um den Preis. Es gehe ja um Steuergelder. In Brunsbüttel führte diese Art der Vergabe von Aufträgen in ein Fiasko. Wenn sich der billigste Anbieter den Auftrag holt, wird es inzwischen fast immer am Ende für den Steuerzahler richtig teuer.

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