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Meinungen Frank Behling zu neuen Marine-Tankern
Mehr Meinungen Frank Behling zu neuen Marine-Tankern
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21:06 26.07.2019
Von Frank Behling
Schifffahrtsexperte Frank Behling Quelle: Ulf Dahl
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Kiel

Dabei ist die Bundeswehr im Jahr 2019 so weit von einer echten Aufrüstung entfernt wie Holstein Kiel von der Teilnahme an der Champions League. Im Moment ist der Befehlshaber der Flotte schon heilfroh, wenn er den Zerfall der Flotte irgendwie stoppen kann. Die Marine ist seit 1990 von 200 auf weniger als 50 Einheiten geschrumpft. Sind einmal ein Dutzend Einheiten gleichzeitig in See, gibt es gleich eine Erfolgsmeldung. Die Überalterung beim Material sowie die dadurch ausufernden Werftzeiten sind inzwischen aber eine ernste Gefahr für die Einsatzbereitschaft der Flotte.

Die ältesten Einhüllentanker der Nato

Immer wieder müssen alte Einheiten mit Millionenaufwand saniert und auf Nato-Standard gebracht werden. Die Kieler Hochseeschlepper „Fehmarn“ und „Spiekeroog“ haben von ihren Besatzungen inzwischen mit einer Prise Ironie die silberne Jubiläumszahl 50 als Schornsteinabzeichen bekommen. 2023 sind die Tanker „Spessart“ und „Rhön“ genauso alt. Deutschland löst dann auch Portugal als das Land mit den ältesten Einhüllentankern der Nato ab.

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In dieser Situation von Aufrüstung zu sprechen, ist fast eine Verhöhnung der Frauen und Männer in Uniform – zumal sich keineswegs ein Rückgang an politisch gewollten Aufträgen für die Marine bei der Sicherung der Seewege abzeichnet.

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Ulrich Metschies 25.07.2019
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