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Meinungen Frank Behling zum Holsten-Fleet
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21:53 09.08.2019
Von Frank Behling
Lokalredakteur Frank Behling
Kiel

Zum Jahresende soll das Holsten-Fleet fertig sein. Langsam lässt sich erahnen, was das 18,7-Millionen-Projekt bewirkt. Die Innenstadt bekommt ein maritimes Herz. Wasser kehrt in die City zurück. Die „Altstadtinsel“ aus den Zeiten von Asmus Bremer wird wieder etwas sichtbar. Um aber eine nachhaltige Belebung der Innenstadt zu erreichen, muss die Stadtplanung noch eine Schippe drauflegen. Ziel muss es sein, dass Menschen auch abends wieder in die Stadt wollen und dort auch gern verweilen.

Keine Spuren der maritimen Geschichte

Deshalb sind die beiden Wasserbecken allenfalls ein erster Schritt bei der Neugestaltung. Kiel kann noch viel von Oslo, Göteborg, Aarhus oder Turku lernen. Beim Erstellen der Entwürfe setzten die Planer noch zu sehr auf Beton. Kiels einzigartige Geschichte als Hafen- und Werftstadt wurde völlig vergessen.

Wie in Dortmund, Duisburg oder Detmold

Kein Kran, kein Leuchtfeuer oder wenigstens ein Anker finden sich auf den Skizzen. Der Holsten-Fleet-Entwurf passt problemlos auch zu Dortmund, Duisburg oder Detmold. Aber vielleicht schlummert bei der Stadtplanung noch ein Konzept für die nächste Ausbaustufe, bei der dann auch Kiels Hafen und der Kleine Kiel stärker eingebunden werden. Das Holsten-Fleet darf deshalb nur der Anfang für eine neue City sein.

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