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Meinungen Frank Behling zur Flensburger Werft
Mehr Meinungen Frank Behling zur Flensburger Werft
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10:00 01.02.2019
Von Frank Behling
Schifffahrtsexperte Frank Behling Quelle: Ulf Dahl
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Flensburg

Viele der Aufträge wurden 2016 und 2017 im harten Wettbewerb mit Werften aus Asien hereingenommen. Es wurden den Reedern viele Zugeständnisse gemacht, die der Belegschaft, dem Management und dem Eigner jetzt vor die Füße fallen. Die Entwürfe aus Flensburg sind exzellent. Die gerade abgelieferte Fähre „W.B. Yeats“ belegt das. Doch die technische Innovation bringt nicht viel, wenn die Verluste durch hohe Konventionalstrafen explodieren. Die Verzögerung bei der „W.B. Yeats“ war einfach zu lang, die Kapitaldecke durch die Jahre der Schiffbaukrise abgeschmolzen. Ohne die ständigen Finanzspritzen aus Norwegen wäre die Werft bereits im vergangenen Jahr insolvent geworden. Die Eigner hatten die Hoffnung, dass die Werft in die Gewinnzone segelt.

Die Flensburger Werft schafft es nicht allein

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Doch auch mit dem nächsten Schiff ist sie davon jetzt schon weit entfernt. Auch diese Fähre wird nicht pünktlich fertig. Wenn deren Auftraggeber jetzt auch die volle Konventionalstrafe fordern, steht die Werft spätestens im Sommer erneut vor dem Aus. Eine Chance wird sie nur haben, wenn die Reedereien bei den Verträgen Zugeständnisse machen und bei möglichen Konventionalstrafen Augenmaß wahren. Davon hängt jetzt die Zukunft der stolzen Werft ab.

Florian Hanauer 31.01.2019
Christian Hiersemenzel 30.01.2019
Niklas Schomburg 30.01.2019
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