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Meinungen Gerrit Sponholz zu den Schwarztonnen
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14:00 10.07.2019
Von Gerrit Sponholz
Quelle: Kieler Nachrichten
Kreis Segeberg

Möglich macht die Kontrolle die Chip-Technik. Mit ihr ließ der WZV jede Tonne erst mal nur in Ellerau ausrüsten. Ein System, das sicher bald Schule machen wird. 

Kunden im Kreis Segeberg tricksen

Dass einige Kunden bislang tricksen, ist für den WZV offensichtlich und zeigen auch erste Ergebnisse aus Ellerau, wo der WZV mit dem neuen System zu arbeiten begonnen hat. Dank der Chip-Technik wurde klar: Etwa jede 20. Tonne hatte am Straßenrand nichts zu suchen. Die Quote wäre noch höher, hätten nicht kurz vor der Umstellung in Ellerau etliche WZV-Kunden schnell noch ihren Tarif hochgestuft, weil sie vermutlich in den Jahren zuvor dem WZV mehr Müll zum Entsorgen überlassen hatten als bezahlt war.

Neue Systeme am Markt

Trotz der vielen Fehler des WZV in den vergangenen Jahren: Sein neues Chip-System zumindest ist korrekt, so ähnlich wie Blitzer, die an der Straße die Raser erfassen. Denn beides, Chip und Blitzgerät, dienen der Regeltreue und belohnen die Ehrlichen, die sich an Tarif oder Tempobegrenzung halten. 

Es ist nur eine Frage der Zeit, bis das nächste System eingeführt wird, das es am Markt schon gibt: Es misst an der Schütte, ob in der Biotonne auch wirklich nur Bioabfall enthalten ist, nicht auch Abfall oder Verpackung

Die Deutsche Bahn kann einem beinahe leidtun. Ganz gleich, was sie tut (oder eben auch nicht): Sie steht sofort in der Kritik ihrer Kunden, wenn Züge nicht rollen, Toiletten defekt sind oder die Fahrt wegen Bauarbeiten auf halber Strecke endet und es im Bus weitergeht. Die Empörung ist berechtigt.

Bastian Modrow 10.07.2019

Klar, niemand möchte, dass jemand seinen privaten Parkplatz belegt. Auch wenn es nur kurzzeitig ist. Und schon gar nicht, wenn es zur Regel wird. Doch stellt sich in diesem Fall die Frage nach der Verhältnismäßigkeit.

Christoph Rohde 09.07.2019

Die Reederei Color Line scheint die Formel der Zeit erkannt zu haben. Sie lautet: Klimaschutz + Imagewerbung = Landstrom. Wenn der Seehafen Kiel schon eine Landstromanlage für 1,2 Millionen Euro an den Norwegenkai stellt, dann ist sie bitte auch zu nutzen.

Michael Kluth 09.07.2019