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Meinungen Gunnar Müller zum Extrageld für Lehrer
Mehr Meinungen Gunnar Müller zum Extrageld für Lehrer
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21:07 08.08.2019
Von Gunnar Müller
Volontär Gunnar Müller Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Zudem ist das Geld nur ein Faktor bei der Standortwahl. Das Referendariat ist die härteste Zeit für Lehrer. Da klingen dann sechs Wochen Sommerurlaub und 28 Unterrichtsstunden pro Woche (als Grundschullehrer) für den fertigen Lehrer verlockend. Doch die Arbeit der Pädagogen wird immer komplexer, die Klassen setzen sich immer heterogener zusammen.

Lehrkräfte sind Mangelware

Unterricht muss vorbereitet, Arbeiten müssen korrigiert werden. Insofern wundert es nicht, dass Lehrkräfte inzwischen bundesweit Mangelware sind – und sich im Wettbewerb für das beste Angebot entscheiden. Das kommt in Norddeutschland meist aus Hamburg. Der Nachbar zahlt deutlich besser als das arme Schleswig-Holstein.

Leere Kassen bremsen Ideen

Quereinsteiger mögen eine Möglichkeit sein, den Bedarf kurz- und mittelfristig zu decken. Aber häufig fehlt es ihnen an didaktischen und pädagogischen Kompetenzen, die sie im Referendariat erst erwerben müssen. Ein studierter Maschinenbauer dürfte sich also überlegen, für längere Zeit auf ein Einkommen wie in der Privatwirtschaft zu verzichten. Kurzum: Gute Ideen sind immer hilfreich, lassen sich in Schleswig-Holstein angesichts leerer Kassen jedoch leider nicht immer umsetzen.

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