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Meinungen Hans-Jürgen Jensen zum Ärger um den Kanaltunnel
Mehr Meinungen Hans-Jürgen Jensen zum Ärger um den Kanaltunnel
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22:08 26.05.2016
Von Hans-Jürgen Jensen

 Aus 25 Millionen Euro 64 Millionen – wenn nicht mehr. Es ist eine Zumutung für jeden Rendsburger und die Steuerzahler. Und eine Katastrophe für die Stimmung in der Region. Wer Rendsburg hört, denkt unweigerlich an die gefühlt endlose Tunnelbaustelle mit immer wieder kilometerlangen Staus. Auch wenn die Realität nicht ganz so dramatisch ist und sich Autofahrer längst Schleich- und Umwege um die Baustelle ausgesucht haben: Es bleibt ein Desaster. Verantwortlich dafür sind das Wasser- und Schifffahrtsamt und die Baufirma.

Bisher sind alle Zeitpläne in schöner Regelmäßigkeit geplatzt. Auch das Jahr 2019 wackelt schon. Weil es erstens eine vage Schätzung ist, die zweitens auf unbekannten Größen aufbaut. Was ist, wenn die Arbeiten in der alten Weströhre deutlich später als Ende Juli beginnen? Ausgeschlossen ist das nicht. Was, wenn die Sanierung wieder auf unerwartete Probleme trifft? In der Oströhre war es im Beton verborgener Schrott. Was, wenn die Firma erneut schlechte Arbeit abliefert? Dann rückt der geplante Baubeginn für die neue Rader Hochbrücke im Jahr 2022 bedenklich nahe. Zwei für die Region lebenswichtige Nord-Süd-Verbindungen wären dann nachhaltig gestört.

Von außen werden die Kieler Grünen ja gern beneidet. Weil sie so jung wirken, wie die Traditionsparteien gerne wären. Mit Lydia Rudow haben sie eine Fraktionsvorsitzende im Rathaus, die ebenso wie die Bundestagsabgeordnete Luise Amtsberg glaubwürdig den Titel „Nachwuchspolitikerin“ tragen darf.

Kristian Blasel 26.05.2016

Die Landesregierung kapituliert vor der Flut von Beihilfe-Anträgen. Genau das steckt hinter der Ankündigung, bei Arztrechnungen von Beamten und Pensionären nicht mehr so genau hinzugucken. Das Land sieht ein Problem, macht die Augen zu, und schwupps ist die Welt wieder in Ordnung.

Ulf Billmayer-Christen 26.05.2016

Der Termin ist pikant: Ab 1. Januar 2017, wenige Monate vor der Landtagswahl, schenkt die rot-grün-blaue Koalition jungen Eltern jeden Monat 100 Euro. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Dass die Opposition schäumt und von einem teuren Wahlgeschenk spricht, liegt nahe.

Christian Hiersemenzel 24.05.2016