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Meinungen Hans-Jürgen Schekahn zum LKW-Kartell
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10:00 24.08.2018
Von Hans-Jürgen Schekahn
Hans-Jürgen Schekahn. Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Wahrscheinlich jede Spedition, jede Müllabfuhr, jeder kommunale Betrieb, der zwischen 1997 und 2011 einen Lkw bei den Kartell-Firmen kaufte, hat zu viel Geld bezahlt. Die Rekordstrafe von vier Milliarden Euro, die die EU-Kommission 2016 verhängte, ist ein Beleg für die Dimension der Schummelei.

Der Blick auf die vergangenen 15 Jahre zeigt aber auch: Die Kartellwächter in Deutschland und Europa erledigen ihre Arbeit und sprechen empfindliche Strafen aus. Der Staat ist nicht machtlos, dumm oder ohnmächtig. Das sollten sich die Konzerne merken. Und einer aus ihren Reihen hat bisher immer als Kronzeuge geplaudert.

Betroffen macht, dass erneut Feuerwehrfahrzeuge zu überhöhten Preisen verkauft wurden. Welche Kreaturen verteuern künstlich das Gerät zur Rettung von Menschenleben?

Die Opfer des Lkw-Kartells haben es schwer, an ihr Geld zu kommen. Sie müssen sich auf jahrelange Prozesse einstellen. Gutachten und Gegengutachten. Und dann in die nächste Instanz. Die Firmen kämpfen mit eisernen Bandagen. Freiwillig geben sie keinen Cent heraus. Vielleicht wären sie gut beraten, sich außergerichtlich zu einigen. Die Signale aus den laufenden Gesprächen unter den Beteiligten sagen leider etwas anderes.

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