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Meinungen Heike Stüben: Kindermedizin ist unterversorgt
Mehr Meinungen Heike Stüben: Kindermedizin ist unterversorgt
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08:20 14.10.2019
Von Heike Stüben
Heike Stüben Quelle: Kieler Nachrichten

Mit einer normalen Geburt und Kindern, die chronisch und nicht lebensgefährlich erkrankt sind, ist kein Geld in unserem Gesundheitssystem zu machen. Schleichend ist der Notfall in der stationären Kinderversorgung in Herbst- und Winterzeiten zum Regelfall geworden: Kinder werden triagiert – also nach Priorität eingestuft und wenn möglich dorthin geschickt, wo noch ein Bett und vor allem das Personal für die Versorgung vorhanden ist. Ja, es stimmt: Das Problem trifft nicht nur die Kinderstationen. Doch gerade den Kindern sollten wir solch einen Verschiebebahnhof und die Dominanz der Ökonomie ersparen.

Geschieht das nicht, bleiben Kliniken zwei Möglichkeiten: Sie finanzieren Geburts- und Kinderstationen dauerhaft quer. Oder sie verringern die Kapazitäten für Kinder und setzen auf Operationen wie neue Hüft- und Kniegelenke. Denn damit lässt sich noch Geld verdienen. Deshalb muss die Fallpauschalen-Finanzierung auf den Prüfstand: Sie sorgt für Fehlanreize und in Bereichen der Kindermedizin für Unterversorgung.

Das bringt Ärzte und Pflegekräfte in Kinderkliniken und -stationen zunehmend in ein ethisches Dilemma. Sie sehen ihre Patienten gefährdet und werden deshalb laut. Das ist nachvollziehbar. Und die Kinderärzte sind nicht allein: Bundesweit formiert sie der Widerstand gegen die Ökonomisierung im Gesundheitssystem. Mehr als 1500 Ärzte haben bereits einen Appell im Stern unterzeichnet. Auch Ärzte aus Schleswig-Holstein.

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