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Meinungen Heike Stüben zu Wochenend-Häusern
Mehr Meinungen Heike Stüben zu Wochenend-Häusern
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08:04 23.07.2019
Von Heike Stüben
SH-Redakteurin Heike Stüben Quelle: Ulf Dahl
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Kiel

Auf Sylt sind Dauerbewohner gefragt – auch um die Infrastruktur aufrechterhalten zu können, und weil reine Wochenendhausgebiete Einbrecher besonders anziehen. Hinzu kommt, dass Wohnraum auf Sylt, Föhr und Amrum sowie in den Großstädten und zunehmend auch in ihrem Umland knapp ist. Und in diesen Zeiten werden Menschen aus ihren Häusern zugunsten von Wochenendnutzern vertrieben?

Das Baurecht macht es kompliziert

Leider ist es nicht so einfach. Das Baurecht ist kompliziert, und die Kreise müssen es durchsetzen. Beschwert sich dort jemand darüber, dass in einem Wochenendhausgebiet die Richtlinien nicht eingehalten werden, dann muss der Kreis aktiv werden. Und dabei müssen alle gleich behandelt werden. Das heißt: Wird bei einem Eigentümer beanstandet, dass er zu groß gebaut hat oder dass er dort dauerhaft wohnt, dann muss das auch bei allen anderen in dem Gebiet durchgesetzt werden.

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Auf gütliche Einigungen kommt es an

Können sich also Gemeinden wie in Noer zurücklehnen? Ja, das können sie. Aber sie sollten sich gut überlegen, ob sie nicht besser alle Möglichkeiten zu einer gütlichen Einigung ausschöpfen, etwa eine Duldung. In Noer zum Beispiel gibt es noch ein zweites Wochenendhausgebiet. Auch dort leben laut Bürgermeisterin viele Dauerwohner. Könnte also gut sein, dass die Gemeindevertreter bald an zwei Fronten kämpfen müssen.

Bastian Modrow 22.07.2019
Christian Hiersemenzel 22.07.2019
Kerstin von Schmidt-Phiseldeck 20.07.2019