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Meinungen Jürgen Küppers zum Billig-Ticket
Mehr Meinungen Jürgen Küppers zum Billig-Ticket
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10:00 05.04.2019
Von Jürgen Küppers
Lokalredakteur Jürgen Küppers Quelle: Ulf Dahl
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Kiel

Denn sinkende Bus-Tarife dürften zwar zum wünschenswerten Effekt deutlich höherer KVG-Fahrgastzahlen führen und damit dem Kieler Klima gut tun. Aber zur ganzen Wahrheit gehört auch: Schnell steigende Fahrgastzahlen lassen nicht nur die Defizite der KVG in die Höhe schnellen, die die Stadt wieder ausgleichen muss.

Knappheit bei Fahrzeugen und Personal

Das prognostizierte 16-Millionen-Defizit bei einem Ein-Euro-Ticket für alle bildet nur den äußerst unwahrscheinlichen Fall ab, dass es trotz Billig-Tarif bei aktuellen Fahrgastzahlen bleibt. Zudem müsste die KVG innerhalb kürzester Zeit jede Menge Fahrzeuge beschaffen und Personal einstellen, das es auf dem Arbeitsmarkt aber nicht gibt.

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Kleine Schritte zum Umstieg

Trotzdem muss und kann es in Kiel Fortschritte beim Umstieg von Auto auf Bus geben. Aber es werden kleine Schritte sein. Und sie nehmen mehr Zeit in Anspruch, als es sich viele wünschen: hier ein Schrittchen in Richtung moderater Ticket-Preissenkung, dort ein Schrittchen Richtung Land zur Verhandlung landeseinheitlicher Regelung zu Tarifen und ÖPNV-Konzepten. Denn eines haben die jetzt vorgelegten Berechnungen gezeigt: Eine Kieler „Insellösung“ macht weder organisatorisch noch finanziell Sinn. Beispiel? Ein KVG-Busfahrer müsste Hellseher sein, wenn er nur Kielern Fahrscheine verkaufen dürfte – Kronshagenern aber nicht.

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