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Meinungen Jürgen Küppers zum Gratis-Parken
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10:00 08.08.2019
Von Jürgen Küppers
Lokalredakteur Jürgen Küppers Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Die Palette möglicher Konsequenzen ist breit gefächert: angefangen von einer kompletten oder teilweisen Verbannung parkender Autos vom Wilhelmplatz bis hin zur Erhebung von Parkgebühren auf dem ganzen Gelände oder zumindest einiger Teilbereiche.

Falscher Anreiz für Umstieg

Trotz der Ungewissheiten ist die Zielrichtung der Planer erkennbar: Innenstadtparkplätze in Kiel sollen überall Geld kosten, Kostenlos-„Schlupflöcher“ verschwinden und Autofahrer damit zum Umstieg auf ÖPNV oder Fahrrad motiviert werden. So hehr und sinnvoll das Ziel auch sein mag: Weniger und teurere Parkplätze allein beflügeln den Umstieg nicht.

Alternativen zum Auto fehlen

Der gelingt nur, wenn Job-Pendler oder Innenstadtkunden attraktive Auto-Alternativen haben. Dazu gehört preiswerter, gut getakteter ÖPNV ebenso wie Fahrrad-Infrastruktur (Wege, Abstellmöglichkeiten) oder Park&Ride-Areale mit ÖPNV-Anbindung zur Innenstadt. Über solche alternativen Verkehrskonzepte wird im Kieler Rathaus zwar viel diskutiert, konkret auf den Weg gebracht ist davon aber so gut wie noch nichts. Das ist natürlich viel komplizierter und teurer als Parkraum mit einem Federstrich knapper zu machen und zu verteuern. Eine Verkehrswende schafft man aber nicht durch Frust, sondern durch Alternativen.

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