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Meinungen Jürgen Küppers zur Schwangerenberatung
Mehr Meinungen Jürgen Küppers zur Schwangerenberatung
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20:24 22.08.2019
Von Jürgen Küppers
Lokalredakteur Jürgen Küppers
Lokalredakteur Jürgen Küppers Quelle: Ulf Dahl
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Kiel

Berater sehen sich in aller Regel mit einem ganzen Bündel von Problemen ihrer Klienten konfrontiert: Schuldgefühle, Sucht, Geldsorgen, Partnerschaftskonflikte oder Zukunftsängste. Um Frauen sachkundig, mitfühlend, trotzdem so neutral wie möglich zu unterstützen, brauchen Berater eine fundierte Ausbildung und eine dafür angemessene Bezahlung.

Dem Land droht eine Schlappe

Die haben sie aber nicht im Vergleich zu besser entlohnten Beratern für Frauen oder für Menschen mit Handicaps – sagen Träger der Schwangerschafts-Beratungsstellen und wollen die finanzielle Gleichstellung vor Gericht erzwingen. Sollten die Richter ihnen folgen, wäre das eine Schlappe für das Land, das doch so viel Wert auf Gleichbehandlung legen will.

Konfliktberatung ist kein Luxus

Frauen in einer Konflikt-Schwangerschaft ist dieser Streit herzlich egal. Sie wollen in Zukunft weiter von motivierten, gut ausgebildeten Fachkräften unterstützt werden. Wenn es davon aber immer weniger gibt, weil sie sich besser bezahlten Jobs zuwenden, wäre ihnen das alles andere als egal. Konfliktberatung bei Schwangerschaft ist kein Luxus, sondern eine auch an freie Träger delegierte staatliche Pflichtaufgabe. Dass sie auch künftig in dieser Qualität erfüllt wird, sollte niemandem gleichgültig sein.

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