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Meinungen Karen Schwenke zu "Mach Mittag"
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21:31 16.05.2017
Von Karen Schwenke

Natürlich: Viel zu viele Kinder stehen mittags mit knurrendem Magen vor dem leeren Kühlschrank. Selbst den einen Euro für ein subventioniertes Schulessen wollen oder können ihre Elten nicht bezahlen. Allein in Kiel trifft es rund 4000 Schüler. Seit 2011 übernimmt die Stiftung „Bildung macht stark“ den Euro für sie. Doch leider steht jetzt fest: Die Stiftung kann die Zuschüsse langfristig nicht mehr finanzieren. Innerhalb weniger Jahre wurde ihr Millionenvermögen sinnbildlich aufgegessen.

Nun wirbt „Mach Mittag“ laufend großzügige Spenden ein, doch auch diese werden schneller verbraucht, als sie eingehen. Trotz der vorbildlichen Stiftungsarbeit genügt das Geld nur noch für Grundschulkinder. Außerhalb der Stadt- und Altersgrenzen bleiben die Schüler hungrig. Daher kann es nur eine politische Lösung des Problems geben. Das Stiftungskuratorium setzt sich jetzt genau dafür ein. Und sollte eine neue Landesregierung das staatliche Gratis-Essen für bedürftige Kinder tatsächlich einführen, wäre ihr Ziel mehr als erreicht.

Die Eltern sind damit jedoch nicht aus der Pflicht. Denn das Schulessen gibt es nur an rund 205 Schultagen im Jahr. Der Hunger meldet sich aber auch an den übrigen 160. Und zwar mehr als einmal am Tag.

Der Grundgedanke der Landesplanung ist richtig: Der Kunde kann sein Geld nur einmal ausgeben. Deshalb ist es nicht sinnvoll, wenn Läden wild aus dem Boden sprießen. Das Argument des freien Wettbewerbs hilft hier nur begrenzt.

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