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Meinungen Kristian Blasel zum Holsten-Fleet
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20:39 01.03.2019
Von Kristian Blasel
Kristian Blasel Quelle: ©Ulf Dahl / KN / HAZ / ANDERE
Kiel

Ohnehin gilt für das umstrittene Projekt in der Kieler Innenstadt: Wenn es eines Tages funktioniert, wenn der Umbau also tatsächlich zu einem Magneten für Einheimische und Touristen wird, der die City aufpäppelt, ist die Investition jeden Euro wert. Wird das Projekt zum Flop, was sich niemand wünschen sollte, werden die zusätzlichen Millionen-Summen erst recht schmerzen. Kurzum: Man kann der Verwaltung vorwerfen, in Bezug auf die komplizierten Freianlagen etwas blauäugig kalkuliert zu haben. Auch das Ausmaß der Kostensteigerung bleibt erklärungsbedürftig. Zugleich muss es aber jetzt darum gehen, fertig zu werden – damit die verbleibenden Geschäfte eine Perspektive bekommen.

Wegducken gehört sich nicht

Allerdings machte die Verwaltungsspitze gestern eine mehr als unglückliche Figur: Dass weder der Oberbürgermeister, der sonst jede neue E-Zapfsäule persönlich vorstellt, noch die Stadtbaurätin die bittere Nachricht der Öffentlichkeit erklären, ist stillos. Es geht um eine neue Kostensteigerung von rund 25 Prozent. Im Vergleich zur Ursprungssumme ist es jetzt schon ein Plus von mehr als 60 Prozent! Wer gerne den Glanz von Prestigeprojekten auf sich zieht, sollte auch in solchen Momenten da sein. Stattdessen musste ein braver Amtsleiter begründen, warum Kiels zentralstes Bauvorhaben nicht rund läuft. Die Verantwortlichen haben sich weggeduckt. Das gehört sich nicht.

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