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Meinungen Martina Drexler zum Flughafenvotum
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01:26 07.05.2018
Von Martina Drexler
Foto: Martina Drexler.
Martina Drexler. Quelle: Kieler Nachrichten
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Kiel

Sie haben auch endlich für die nötige Planungssicherheit gesorgt. Der Imageschaden für die Region ist abgewehrt, einer Weiterentwicklung zum Gewerbegebiet mit Landebahn steht nichts mehr im Weg.

Den Befürwortern aus Wirtschaft, Gewerkschaften und Politik wird der sprichwörtliche Stein vom Herzen geplumpst sein. Denn ihre Siegesgewissheit, dass die Entscheidung nur zu ihren Gunsten ausgehen kann, geriet durch den engagierten Kampf des Bündnisses „Wir machen Stadt“ für einen neuen Stadtteil mit der Chance auf dringend benötigten Wohnraum ins Wanken. Auch wenn die Gegenüberstellung von Fliegen und Wohnen in Teilen überspitzt gewesen ist, können die Gegner es als großen Erfolg verbuchen, den Finger in die Wunde gelegt zu haben: Dass in Kiel tausende von Wohnungen, vor allem bezahlbare, fehlen, bestreitet keiner mehr.

Die Initiative, die sich für die Schließung der Landebahn stark machte, wird den politischen Druck in den nächsten Jahren weiter hoch halten und die Befürworter an ihre Versprechen erinnern. So stellte die Wirtschaft neue Arbeitsplätze und Ansiedlungen beim Erhalt des Flughafens in Aussicht. Und Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) wird noch mehr Gas bei der Verteilung von Baugenehmigungen und der Flächensuche für Mietwohnungen geben müssen. Beim Wohnungsbau komme die Stadt auch ohne das Flughafen-Gelände aus, hat er versichert. So gesehen hat die Grünen-Fraktionsvorsitzende recht: Das Votum ist auch ein Auftrag.

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