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Meinungen Martina Drexler zur Hörnbebauung
Mehr Meinungen Martina Drexler zur Hörnbebauung
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09:02 03.05.2018
Von Martina Drexler
Foto: Martina Drexler.
Martina Drexler. Quelle: Kieler Nachrichten
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Kiel

Zwar hat sich die ehemalige Industriebrache längst zu einer Top-Adresse entwickelt, die aber dringend Belebung braucht. Es fehlen Wohnungen, Gastronomie und Gewerbe. Und genau das könnte ab 2019 Wirklichkeit werden – nach einem Wettbewerbsverfahren, das hoffentlich weitere einfallslose Betonklotz-Architektur verhindern hilft.

Auch wenn Kritiker die Quote von 20 Prozent für geförderten Wohnraum für zu niedrig halten – es ist ein Anfang gemacht. Hier haben sich regional verwurzelte Unternehmen nicht nur wegen der niedrigen Zinsen zusammengetan, sondern auch, weil sie um das riesige Entwicklungspotenzial rund um die Förde wissen. Kommt der Kaufvertrag mit der Stadt zustande, könnten an der Hörn tatsächlich Wohnungen für alle Bevölkerungsgruppen und ein lebendiges Quartier entstehen. Und nicht nur das: Die ungewöhnliche Partnerschaft hat das Zeug, die Blaupause für weitere Wohnbau-Projekte in Kiel zu liefern. Der Investoren-Bund kündigte bereits an, im Erfolgsfall den Schwung zu nutzen, um in zwei Projektgemeinschaften Quartierskonzepte für rund 2200 Wohnungen auf dem MFG-5-Gelände und dem Posthof in Gaarden zu entwickeln. Der dicke Wermutstropfen: Es würde noch Jahre dauern, bis die Häuser stehen und den Wohnungsmarkt entlasten.

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