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Meinungen Martina Drexler zur Kandidatensuche der Kieler SPD
Mehr Meinungen Martina Drexler zur Kandidatensuche der Kieler SPD
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09:18 03.01.2015
Von Martina Drexler
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 Der Sieg von CDU-Oberbürgermeisterin Angelika Volquartz 2003, den die Proteste gegen die Agenda 2010 der Bundes-SPD erleichtert hatten, blieb die Ausnahme.

Doch gilt ein solcher Automatismus weiterhin? Die Steueraffäre, der erbitterte Streit mit Spitzengenossen und der Rücktritt von Susanne Gaschke als SPD-Oberbürgermeisterin – all das liegt gerade mal 14 Monate zurück und hat die Genossen tief erschüttert. Zwar schaffte es die SPD, mit Ulf Kämpfer einen OB-Kandidaten aufzustellen, der dann auch noch ein Rekordergebnis erzielte. Jetzt aber verliert die Partei mit Hans-Peter Bartels einen Bundestagsabgeordneten, der seit 1998 den Wahlkreis ununterbrochen mit deutlicher Mehrheit direkt gewonnen hat – auch bei der Wahl 2013, als seine Frau Susanne Gaschke bereits unter Beschuss geraten war. Für ihn ist ebenso wenig wie für den langjährigen Landtagsabgeordneten Rolf Fischer ein geborener Nachfolger oder eine Nachfolgerin in Sicht. Die Parteispitze muss eine schwierige Kandidatensuche organisieren, die auch Jüngeren und Frauen die Chance zur Profilierung gibt, um nach ihren Mitgliedern die Wähler überzeugen zu können.

In die Hände spielt ihr, dass die Kieler CDU schwächelt. Doch auch das könnte sich ändern.