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Meinungen Niklas Wieczorek zur Position des Asta
Mehr Meinungen Niklas Wieczorek zur Position des Asta
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07:00 15.12.2018
Von Niklas Wieczorek
Foto: Lokalredakteur Niklas Wieczorek
Lokalredakteur Niklas Wieczorek Quelle: ©Ulf Dahl / KN / HAZ / ANDERE
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Kiel

Als Rechtfertigung verweist der Asta-Vorstand auf seinen politischen Bildungsauftrag, dem er mit einer Diskussion über linke Demonstrationen, Polizeitaktik und -gewalt im Anschluss an den Film sicherlich nachgekommen ist. Niemand will dem Asta politische Bildung verbieten. Doch es hagelt vielmehr berechtigte Kritik, dass für eine Diskussion dieses schwierigen Themas die Rote Hilfe niemals als Mitveranstalter hätte fungieren dürfen. Ein Verein, der Radikale unterstützt hat und es weiterhin tut, darf generell durch den Asta keinen seriösen Anstrich erhalten – alle gerechtfertigte Kritik am Verfassungsschutz hin oder her. Das Studierendenparlament, das den Asta wählt und kontrolliert, ist zwar grün-rot geprägt und dem linken Spektrum gegenüber freundlich. Aber es ist demokratisch gewählt. Ob alle Demokraten mit diesem Veranstaltungspartner einverstanden waren, ist zu bezweifeln.

Ein umgekehrtes Denkexperiment zeigt deutlich, dass die Kooperation zwischen Asta und Roter Hilfe nicht angebracht war: Hätte die Studentenvertretung, wie ein Facebook-Nutzer bereits fragte, einen rechtsextremen Unterstützerverein als Partner für einen Filmabend auserkoren, wäre ein ebenso gerechtfertigter Aufschrei erklungen.

Michael Kluth 14.12.2018
Kerstin von Schmidt-Phiseldeck 14.12.2018
Frank Scheer 14.12.2018