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Meinungen Niklas Wieczorek zum Semesterticket
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10:00 27.02.2019
Von Niklas Wieczorek
SH-Redakteur Niklas Wieczorek Quelle: Kieler Nachrichten
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Kiel

Die gewonnene ÖPNV-Mobilität werden die meisten Studenten – vielleicht mit etwas Abstand – als Geschenk wahrnehmen. Der Weg dahin hat dennoch Schwächen im System offenbart.

So legt das Ticket die entstehenden Kosten auf alle Studenten an allen Hochschulen um. Die Kalkulationssicherheit hilft den Verkehrsbetrieben. Den Preis müssen so auch die Studenten zahlen, die nicht viel fahren. Deren Mehrheit studiert in Kiel, wo weniger Gründe aus der Stadt hinaus locken als hinein. Aber: Selbst an der Uni Kiel votierte die Mehrheit für das Ticket.

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Kritik ist müßig

Kritik an der Entscheidung des Studentenparlaments ist müßig. Es ist ein offenes Geheimnis, dass auch den Mitgliedern nicht alle Infos vorlagen. Ob sie die Zustimmung mit ihrem Auftrag im Hochschulgesetz („preisgünstige Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel“) vereinbaren können, bleibt aber ihnen überlassen.

Einen Grund zur Freude gibt es in jedem Fall: Das Semesterticket weckt zumindest die Hoffnung, dass Studenten vom Land für den Wochenendbesuch künftig ihr Auto einfach in Kiel – oder an anderen Hochschulstandorten – stehen lassen. Die Kieler könnten den Preis fürs Ticket als Solidar- oder Klimaschutzbeitrag sehen – und vielleicht mal das schöne Schleswig-Holstein mit der Bahn erkunden. Schließlich wohnt dem Akademiker doch die Neugier inne.

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