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Meinungen Patrick Tiede zu den Bildungsmilliarden aus Berlin
Mehr Meinungen Patrick Tiede zu den Bildungsmilliarden aus Berlin
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08:40 28.05.2014
Von Patrick Tiede
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Aber: Das alles ändert nichts daran, dass das Ansinnen grundsätzlich richtig und das Geld gut angelegt ist. Bildung ist Ländersache. Und die haben es angesichts knapper Kassen und harter Sparauflagen schwer, die notwendigen Mittel bereitzustellen. Der Personalabbau in Schleswig-Holstein lässt grüßen.

Die zusätzlichen Millionen regen auch im Norden die politische Fantasie an. Dass die Opposition umgehend 300 zusätzliche Lehrerstellen fordert, ist ihr gutes Recht, aber sicher zu schnell geschossen. Die Landesregierung ist gut beraten, Investitionen sauber zu gewichten. Es spricht viel dafür, dass die Gelder für Inklusionsmaßnahmen und den Abbau des Unterrichtsausfalls ausgegeben werden. In der Gesamtschau wäre das zwar nur ein Tropfen auf den heißen Stein, doch betroffene Schüler und Lehrer werden es zu danken wissen.

Langfristig aber hilft wohl nur eine Lockerung des Kooperationsverbotes. Der Bund könnte dann wieder direkt und dauerhaft Bildung finanzieren. Dafür aber bräuchte es eine Änderung des Grundgesetzes, und so lange es dazu nicht kommt, wird es bei der einen oder anderen Milliarde zwischendurch aus Berlin bleiben. Auf Dauer ist das zu wenig.