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Meinungen Reimer Plöhn zum WM-Aus der deutschen Handballer
Mehr Meinungen Reimer Plöhn zum WM-Aus der deutschen Handballer
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08:06 16.06.2014
Von Reimer Plöhn
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Zwar verdienen die internationalen Erfolge der Vereinsklubs hohe Anerkennung. Das Zugpferd der Sportart ist und bleibt aber eine erfolgreiche Nationalmannschaft, deren Sog den gesamten Handball mitzieht. Mehr als 20 Millionen Menschen ließen sich 2007 vom deutschen WM-Sieg vor den Fernsehern verzaubern. Eine gigantische Zahl. Sponsoren spitzten die Ohren, die Medien überschlugen sich, doch die Verantwortlichen schnarchten auf ihren Lorbeeren, statt das Feld neu zu bestellen.

Daher ist Deutschland wieder nur Zuschauer bei einem Großereignis. Also werden Schuldige gesucht. Mit Martin Heuberger ist der erste gefunden. Sicher, der Bundestrainer machte beim Coachen nicht immer eine glückliche Figur. Zum Opfer aber wird er, weil sein ehemaliger Chef Heiner Brand es versäumte, die Weichen auf Personalwechsel zu stellen. Erst Heuberger hat den Umbruch mit viel Fingerspitzengefühl und akribischer Arbeit eingeleitet, diesen mit den zu erwartenden Rückschlägen unbeirrt fortgeführt und damit dem deutschen Handball neues Leben eingehaucht. Dafür gebührt ihm Anerkennung, retten wird das seinen Job nicht.