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Meinungen Müller: "Grüne kämpfen um die Mitte"
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19:35 11.02.2020
Von Steffen Müller
Steffen Müller ist Lokalredakteur der Kieler Nachrichten. Quelle: Ulf Dahl/Frank Behling
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Kiel

Trotz der umstrittenen Ansichten von Landes- beziehungsweise Kreisverband erzielen die Grünen bei Umfragen immer neue Rekordwerte. Doch wie lange hält dieser Trend noch an? Mit dem Nein zum Schleierverbot oder der Marine-Verbannung lösen die Grünen bei vielen Menschen Kopfschütteln aus. Damit läuft die Partei Gefahr, Wähler wieder zu verlieren, die sich ihr erst neu zugewandt haben.

Die Grünen streben nach Macht und wollen in die Regierung, das ist nicht verwerflich und absolut nachvollziehbar. Nie standen die Chancen besser als jetzt. Damit das so bleibt, müssen sie aber auch Realpolitik machen, und dass da einige Verbände querschießen und an radikalen Standpunkten festhalten, kann führenden Politikern nicht gefallen. Nicht anders ist zu erklären, dass sich Parteichef Robert Habeck mit einem Machtwort in den Streit um das Verbot der Vollverschleierung mischte.

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Habeck und Heinold nehmen Ärger in Kauf

Nun tut es ihm Monika Heinold gleich, und stellt sich hinter Nato und Marine und gegen den Kieler Kreisverband. Dass sie damit ihre Parteifreunde brüskieren, nehmen Habeck und Heinold auf dem Weg zur politischen Mitte billigend in Kauf. Es bleibt ihnen auch nichts anderes übrig, denn sie kämpfen nicht nur um Wählerstimmen, sondern auch um einen großen Teil der Parteibasis, der sich ebenfalls mehr Realpolitik wünscht.

Zu der Eskalation um die Ferienwohnungen an der Hafenspitze in Eckernförde mit Nutzungsverbot unter Zwangsgeldandrohung hätte es nicht kommen müssen, wenn Politik und Verwaltung von vornherein klare Kante gezeigt hätten. Ein Kommentar von Tilmann Post.

Tilmann Post 11.02.2020

Das Auto ist nicht mehr alleiniger Maßstab für die Gestaltung des Verkehrsraums. Auch die Interessen von Radfahrern, Fußgängern und Anwohnern werden zunehmend beachtet. Und das ist gut so, schreibt Kerstin von Schmidt-Phiseldeck im Kommentar zur Tempo-30-Zone in Altenholz.

Kerstin von Schmidt-Phiseldeck 11.02.2020

Eigentlich ist es beschämend, dass der Landesjagdverband die Forderung für seine Mitglieder erheben muss, einen reduzierten Hundesteuer-Satz zahlen zu wollen. Die Ignoranz gegenüber des Einsatzes von Hund und Mensch scheint in vielen Rathäusern groß zu sein, schreibt Bastian Modrow im Kommentar.

Bastian Modrow 11.02.2020