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Meinungen Steffen Müller zur Organspende
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19:09 02.06.2019
Von Steffen Müller
Steffen Müller Quelle: Ulf Dahl
Kiel

In seiner bisherigen Amtszeit musste sich Jens Spahn für viele seiner Vorschläge Kritik gefallen lassen – sogar aus den eigenen Reihen wie zuletzt bei seinen Plänen zum Hebammen-Gesetz. Doch die freundliche Begrüßung und die große Zustimmung, die der Gesundheitsminister auf dem Organspendetag in Kiel erhielt, zeigt: Hier macht der CDU-Politiker etwas richtig.

Denn Lob für seine Widerspruchslösung erhält er nicht in erster Linie von Lobbyisten oder ganz treuen Parteifreunden. Es sind Betroffene, die dem Minister applaudieren. Kurz: Menschen, die aus erster Hand – egal ob als Spender, Empfänger oder Angehörige – wissen, wie es sich anfühlt, teils jahrelang auf ein Organ zu warten oder in einer Ausnahmesituation entscheiden zu müssen, ob eine geliebte Person zum Spender wird.

Doch unabhängig davon, ob sich der Bundestag im Herbst dazu entscheidet, die Widerspruchslösung in Deutschland einzuführen, hat es der Minister mit seinem Vorstoß geschafft, das Thema in die Öffentlichkeit zu bringen. Und darum geht es: Aufmerksamkeit schaffen, zum Nachdenken anregen.

Jeder sollte sich bekennen, ob er nach dem Tod Organe spenden will oder nicht. Doch das geschieht bislang zu selten, wie die Zahlen zeigen. Zwar sind 80 Prozent grundsätzlich zur Spende bereit, doch nur ein Drittel davon besitzt einen Spenderausweis oder hat eine Absprache mit Angehörigen getroffen. Mit der Widerspruchslösung könnte sich das ändern. Sie ist die effektivste Möglichkeit, um ein klares Ja oder Nein zu erhalten.

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