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Meinungen Schwarz: Zu lange an Prokop festgehalten
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22:11 06.02.2020
Von Tamo Schwarz
Tamo Schwarz kommentiert die Ernennung von Alfred Gislason zum DHB-Trainer. Quelle: Sascha Klahn/Ulf Dahl
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Kiel

Nach vier medaillenlosen Turnieren in Folge wäre es verheerend gewesen, hätte die Nationalmannschaft auch noch die Olympischen Spiele in Tokio in diesem Sommer verpasst. Sportlich ist die Entscheidung des Deutschen Handballbundes (DHB) nachvollziehbar, der sich langfristig in der Weltspitze verortet und nicht weniger als den Olympiasieg als Ziel ausgegeben hat.

Der Weg zwischen Welt- und Kreisklasse ist jedoch zuweilen ein kurzer. Und so birgt die Personalentscheidung eine große Ambivalenz in sich, die die DHB-Führung – allen voran Vizepräsident Bob Hanning und Sportvorstand Axel Kromer – in einem miserablen Licht dastehen lässt.

Vom Fußball bekannte Branchen-Mechanismen

Erst vor elf Tagen zum Abschluss der EM hatte die Verbandsführung Prokop eine Jobgarantie ausgesprochen, zuvor nach Platz vier bei der Heim-WM 2019 und einem fünften Rang bei der EM im Januar mit einer personell stark dezimierten Mannschaft ein positives Fazit gezogen. Alles nur Schönfärberei?

Zu lange hat der DHB an Christian Prokop festgehalten, den er 2017 für 500.000 Euro aus seinem Vertrag in Leipzig herausgekauft hatte. Die EM 2018 war ein Desaster, eine Traum-Ehe wurde die Beziehung Prokop/Nationalmannschaft auch danach nie. Prokop war Hannings Wunschkandidat, doch jetzt war die Angst vor einem Olympia-Gau scheinbar zu groß. Also halten vom Fußball bekannte Branchen-Mechanismen Einzug. Ein Trauerspiel.

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Ach so? Noch vor wenigen Wochen hatten selbst die abgeklärtesten Politikbeobachter das Projekt A20 für verloren erklärt. Da ist es umso überraschender, dass Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP) plötzlich die Elbquerung bei Glückstadt für umsetzbar erklärt, kommentiert Christian Hiersemenzel.

Christian Hiersemenzel 05.02.2020

Aus Umweltgründen ist die Bonpflicht Irrsinn. Aber auch das Argument von Finanzministerin, mit der Belegausgabe Kassenmanipulation und Steuerbetrug in Milliardenhöhe bekämpfen zu können, ist nachvollziehbar. Der Blick nach Frankreich könnte den Weg zum Kompromiss weisen, schreibt Karen Schwenke.

Karen Schwenke 05.02.2020

Alle stöhnen über das neue Kita-Gesetz, weil noch viele Fragen bei der Finanzierung offen sind und die Zeit bis zur Umsetzung knapp wird. Deshalb müssen die Finanzierungsfragen dringend geklärt werden, schreibt Heike Stüben im Kommentar.

Heike Stüben 05.02.2020