Kommentar von Tamo Schwarz zur Termindichte des THW
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Meinungen Tamo Schwarz zur Termindichte des THW
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07:22 21.09.2019
Von Tamo Schwarz
Sport-Redakteur Tamo Schwarz Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Das bekommt jetzt auch der THW Kiel zu spüren, dem zwischen Abpfiff am Donnerstag und Anpfiff am Sonnabend gerade einmal 45 Stunden bleiben. Bundesliga, Champions League, Pokal, in jedem Januar EM oder WM, alle vier Jahre zusätzlich Olympische Spiele – der Kalender platzt aus allen Nähten, doch das Problem ist nicht die Zahl der Spiele, sondern die Verteilung. Die geschieht weiter auf dem Rücken der Spieler, wenn die Handball-Bundesliga auf den TV-Vertrag, feste Spieltage, die Bedürfnisse der Sender verweist.

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Keine Rücksicht auf THW-Wünsche

Gern hätte der THW in dieser Woche am Mittwoch statt am Donnerstag gespielt. Geht nicht! Punktuelle Ausnahmen? Nicht möglich. Empathie für die geschundenen Handball-Gladiatoren, ohne die weder Fernsehen noch Liga ihr Geld verdienen würden? Mangelware.

Es fehlt an Weitsicht

Das alles zeugt von wenig Weitsicht. Und das nächste Schreckensszenario zeichnet sich bereits ab. Ab 2020 wird – wie im Fußball – europäisch nur noch dienstags bis donnerstags gespielt. Bis zu sechs für den Europapokal qualifizierte Bundesligisten kämen dann in der Liga nur noch für den Sonntagsspieltag infrage. Aber wie will TV-Sender Sky dann seine Donnerstagskonferenz vermarkten? Ganz einfach – dann spielen die Top-Klubs eben dienstags und donnerstags?

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