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Meinungen Ulf B. Christen zum Linnemann-Vorstoß
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10:00 07.08.2019
Landeshaus-Korrespondent Ulf B. Christen Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Das war überfällig, geht aber leider im allgemeinen Shitstorm über die unselige Aussage Linnemanns unter, dass Kinder, die kein Deutsch können, in der Grundschule nichts zu suchen hätten.Die Bildungspolitiker sollten also mehrere Gänge zurückschalten und sich ernsthaft um Kinder mit Sprachdefiziten kümmern. Bildungsministerin Karin Prien ist hier ein Vorbild. Ihr Vorschlag, die Deutsch-Kenntnisse der Kinder bereits ein Jahr vor der üblichen Schuleingangsuntersuchung zu prüfen, macht Sinn. Je früher Deutsch-Defizite erkannt werden, desto eher lassen sie sich durch eine gezielte Förderung etwa in der Kita beheben. In Hamburg funktioniert das. Schleswig-Holstein sollte folgen.

Vorschulen sind der falsche Weg

Gesonderte Vorschulen, in denen Linnemann Flüchtlingskindern Deutsch beibringen will, sind der falsche Weg. Solche Einrichtungen für nicht schulreife ABC-Schützen sind vor Jahren in Schleswig-Holstein auch deshalb geschlossen worden, weil sie viele Kinder mit Flüchtlingshintergrund und einige aus bildungsfernen deutschen Schichten ausgrenzen. Pädagogisch und gesellschaftlich geboten ist aber mehr Integration. Deutsch lernt man am besten in Grundschulen mit deutschen Mitschülern.

Von Ulf B. Christen

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