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Meinungen Ulf B. Christen zum SPD-Casting
Mehr Meinungen Ulf B. Christen zum SPD-Casting
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20:46 22.09.2019
Landeshaus-Korrespondent Ulf B. Christen Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Nach den Pleiten der Vergangenheit, den schlechten Umfragewerten und der Tristesse der GroKo geht es auf diesen Veranstaltungen um eine bessere Zukunft. Die SPD-Landeschefin Serpil Midyatli hat den großen psychologischen Wert des Casting-Termins in Neumünster entlarvend ehrlich beschrieben. „Die tolle Stimmung hat allen im Saal sichtbar gutgetan.“ Das stimmt vermutlich, zeigt aber eben auch, dass die SPD derzeit eher als politische Selbsthilfegruppe unterwegs ist. Die Sozis betreiben Nabelschau und blenden dabei große Teile der realen Welt aus.

Ein kostspieliges Wünsch-Dir-was

So präsentierten in Neumünster fast alle Duos teure Pläne und räumten beim roten Wünsch-Dir-was nebenbei die „schwarze Null“ ab. Solider war vor allem Bundesfinanzminister Scholz. Er bekam dafür ebenso wenig Beifall wie seine Gefährtin Geywitz für ihr Bekenntnis zur großen Koalition.

Zwiespältiges Heimspiel für Stegner

Die Nord-Kandidaten Scheer und insbesondere Stegner genossen ihr Heimspiel. Beide gehören mit ihren Partnern allerdings wie die Mehrzahl der Duos zum linken Lager, das sich so kannibalisiert. Hinzu kommt, dass die SPD-Mitglieder im Schnitt konservativer sind als ihre Vorleute und im Ernstfall wie beim Votum über die GroKo realpolitisch abstimmen. Ob die Euphorie bei den Casting-Shows daran etwas ändert, ist fraglich.

Von Ulf B. Christen

In Nortorf stehen sich zwei Lager unversöhnlich gegenüber. Die Stadt ist gespalten. Wie groß die beiden Gruppen sind, ist nicht einzuschätzen. Jedes Lager gibt sich siegessicher und stichelt gerne gegen die anderen.

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Erinnern Sie sich noch an die Social-Media-Kampagne zahlreicher Handball-Stars im April? Don’t play the players! Spielt nicht mit den Spielern, forderten Karabatic und Co., kritisierten die ausufernde Termin-Hatz im Handball. Geändert hat sich seither wenig.

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