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Meinungen Ulf B. Christen zur HSH Nordbank
Mehr Meinungen Ulf B. Christen zur HSH Nordbank
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10:27 22.03.2018
Von Ulf Billmayer-Christen
Ulf B. Christen. Quelle: Ulf Dahl
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Kiel

Der Verkauf der Bank ist lediglich das kleinere Übel. Beide Länder sollen für ihre Bank eine Milliarde Euro erhalten. Das sind nur rund zehn Prozent des bereits aufgelaufenen Mindestschadens durch die Nordbank.

Noch schlimmer ist nur die Alternative, ein Nicht-Verkauf der Bank und damit ihre Abwicklung. In diesem Fall müssten die Länder nicht nur den Verkaufspreis abschreiben, sondern im Rahmen der Gewährträgerhaftung absehbar mehr als eine Milliarde Euro draufzahlen. Zudem ist unklar, in welcher Art und Weise die EU die HSH liquidieren würde. In der schlimmsten, aber nicht unwahrscheinlichen Variante würde die gesamte Nordbank mangels Sicherheiten binnen weniger Tage zerlegt und zu Spottpreisen verramscht.

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In den parlamentarischen Beratungen spielt das Schicksal der HSH-Beschäftigten bisher eine untergeordnete Rolle. Aber auch für die Mitarbeiter wäre der Verkauf der Bank die bessere Lösung. Sie könnten zumindest hoffen, dass die neuen Besitzer Kernteile der HSH auch am Standort Kiel erhalten. Im Fall eines Nicht-Verkaufs sehe das anders aus. Mit der Nordbank würden auch ihre fast 2000 Mitarbeiter abgewickelt – und das gleichsam über Nacht.

Niklas Wieczorek 22.03.2018
Christian Hiersemenzel 20.03.2018
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