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Meinungen Ulf Christen zum Tarifpoker
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19:56 20.02.2019
Von Ulf Billmayer-Christen
Landeshaus-Korrespondent Ulf Billmayer-Christen Quelle: Ulf Dahl
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Kiel

Sie haben bisher zwar in zwei Verhandlungsrunden kein Angebot auf den Tisch gelegt, intern aber bereits durchblicken lassen, dass sie in dieser Tarifrunde für ihre Beschäftigten tief in die Tasche greifen müssen.

Beide Seiten streiten zudem nicht im luftleeren Raum. Richtschnur für den Tarifabschluss dürfte die Vereinbarung für die Beschäftigten bei Bund und Kommunen aus 2018 sein. Sie erhalten bei einer Laufzeit von 30 Monaten sieben Prozent mehr Geld. In dieser Größenordnung dürfte auch das Ergebnis für die Landesbeschäftigten liegen.

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Im Sommer geht's ums Weihnachtsgeld

Schleswig-Holstein ist auf einen solchen Abschluss gut vorbereitet und hat mit knapp 360 Millionen Euro (neun Prozent Gehaltszuwachs in drei Jahren) mehr Vorsorge getroffen als jemals zuvor. Wie das Land darüber hinaus den öffentlichen Dienst attraktiver machen will, wird im Sommer feststehen. Dann geht es auch um das Weihnachtsgeld für Beamte. Hier scheint allenfalls eine schrittweise Wiedereinführung finanzierbar.

Unabhängig davon wäre es ein Gewinn, wenn die Länder über die Laufzeit des neuen Tarifvertrages den Schulterschluss mit Bund und Kommunen hinbekämen. Das würde Otto-Normal-Bürgern so manchen Streik und die eine oder andere Tarifshow ersparen.

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