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Meinungen Ulrich Metschies zum klemmenden Verkauf
Mehr Meinungen Ulrich Metschies zum klemmenden Verkauf
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10:01 14.05.2018
Von Ulrich Metschies
Foto: Ulrich Metschies
Ulrich Metschies Quelle: Ulf Dahl
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Kiel

Während der Eigentumsübergang beim Kfz-Geschäft in der Regel mit der Unterzeichnung des Kaufvertrags vollzogen ist, fängt bei der Veräußerung eines größeren Unternehmens dann erst die Detail-Arbeit an. Und die kann mühsam sein.

Weil auch Ministerpräsident Daniel Günther das weiß, hat er Ende Februar die Einigung mit einer Gruppe von US-Investoren zum Verkauf der HSH Nordbank nicht als Schlussstrich unter den Ausflug der Länder in die Geschäftsbankenwelt bezeichnet, sondern als „großen Schritt“ dorthin.

Klar war schon damals, dass viele weitere Schritte folgen müssen, um die sogenannten Closing-Bedingungen zu erfüllen. Wie kompliziert diese Schritte sind, das zeigt sich jetzt beim sensiblen Thema Einlagensicherung. Bislang waren die öffentlichen Eigentümer der Bank davon ausgegangen, dass es reichen würde, die Mitgliedschaft der HSH in der Institutssicherung der deutschen Sparkassen um ein Jahr zu verlängern. Doch nun hebt der Bankenverband die Hürden an, die einem nahtlosen Übergang in die Sicherungswelt der privaten Kreditwirtschaft noch im Wege stehen.

Noch lässt sich nicht ermessen, was dieses Fingerhakeln hinter den Kulissen für die Zukunft der Bank bedeutet. Sicher ist jedoch: Ohne klare Perspektive für die Sicherheit der Einlagen wird die EU-Kommission über diesem Deal den Daumen senken.

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